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Dienstag, 11. August 2009

Klimawandel: Deutsch-russische Sommerschule in Berlin

[Es geht los - Kontakt für Interessierte: 0177 - 9744568]

Gemeinsam mit der Lokalgruppe des SCI in Berlin, dem SCI Berlin bereitet der SCI-D die deutsch-russische Sommerschule vor. Russische Freiwillige sind angemeldet, wir suchen noch Freiwillige aus Deutschland mit Interesse am Thema. Hier die Ausschreibung:

DE-SCI-6.57 Berlin
Deutsch-russische Sommerschule
07.08.-15.08.2009 Seminarteil
15 TN

Die Sommerschule soll insbesondere den Themen Klimakatastrophe, Energieeinsparung, gesundes Leben und nachhaltige Entwicklung gewidmet sein. Die Freiwilligen werden in der Woche ein Seminar durchführen, in dem sie sich mit dem Klimawandel und den Methoden der ökologischen Erziehung auseinandersetzen und ökologische Initiativen kennen lernen. Mit Vorträgen, Projektbesuchen, inhaltlichen Diskussionen und spielerischen Methoden soll auf Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels sowie persönliche, technische und politische Handlungsmöglichkeiten zur seiner Verringerung eingegangen werden. Daneben wollen wir Ideen entwickeln, wie das Thema Klimaschutz über Workcamps und Freiwilligenarbeit vermittelt werden kann.
Anschließend können die Freiwilligen ein ökologische Workcamps in Deutschland besuchen.

Studienteil: Klimaschutz in Deutschland und in Russland
Unterkunft: In einem Tagungshaus
Qualifikation: Interesse am Thema; Russischkenntnisse sind vorteilhaft, aber keine Voraussetzung.
Bemerkungen: Für dieses Projekt gibt es ein besonderes Anmeldeformular. Bitte in der Geschäftsstelle telefonisch oder per E-Mail unter mailto:incoming@sci-d.de?subject=Deutsch-russische%20Sommerschule nachfragen!

Freitag, 11. Mai 2007

Warum ein Workcamp in der GUS?

Ich wurde neulich gefragt, ob ich fünf Gründe benennen könnte, warum jemand gegenwärtig in eine dieser Länder fahren soll. Die Antwort dazu fiel mir allerdings ganz leicht:
  1. Das Interesse, etwas Unbekanntes kennen zu lernen

Nach wie vor wissen und verstehen wir äußerst wenig über Nachbarländer gen Osten. Aus der hiesigen Presse wird niemandem besonders schlau, denn die Berichterstattung trägt für meine Begriffe eindeutig eine einseitige, undifferenzierte Betrachtung der Ereignisse. Insbesondere werden positive Entwicklungen und Beispiele, die es tatsächlich in diesen Gesellschaften gibt, völlig außen vor gelassen.

  1. Optimistische, offene und fröhliche Menschen kennen zu lernen

Die Bevölkerungen in diesen Ländern sind sehr jung – bis zu vierzig Prozent sind unter 30.

Letzteres hat klare Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben: Es verändert sich jeden Tag vieles, es gibt tagtäglich Neues zu entdecken. Überall trifft man auf junge Menschen, die etwas bewegen wollen und optimistisch in die Zukunft schauen, die sich nicht scheuen, ihren Gefühle freien Lauf zu lassen, die gerne von den Erfahrungen anderer hören möchten und nach Informationen hungern.

  1. Neue Freiwilligeninitiativen unterstützen

Während SCI-Zweige in den westeuropäischen Ländern inzwischen ihre 50, 60 oder 70-sten Geburtstag feiern – und manchmal den Eindruck hinterlassen, dass sie sich so alt fühlen – existierten die SCI-Gruppen und Zweige in den GUS-Ländern erst seit einigen Jahren. Sie sind jung, dynamisch und voller Tatendrang. Sie freuen sich, wenn erfahrene Freiwillige aus dem Westen Europas Interesse für ihre Arbeit zeigen und sie dabei unterstützen.

  1. Einen Beitrag zum Völkerverständigung und Frieden zu leisten

Überall in Russland, der Ukraine und anderen GUS-Ländern wird in diesen Tagen den Sieg über den Faschismus und die Befreiung Europas wieder gefeiert. Inzwischen haben die Beziehungen zu Deutschland sich jedoch normalisiert – zum Glück gehört der Hass und Misstrauen gegenüber Deutschland der Vergangenheit an. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, diese guten Beziehungen nicht zu gefährden, sondern sie regelmäßig zu pflegen und möglichst auszubauen. Nach wie vor gibt es auf beiden Seiten Teile der Bevölkerung, die Angst und Misstrauen zwischen unseren Ländern säen. Denen müssen wir entgegentreten.

  1. Von der gestiegenen Qualität überzeugen lassen

Im Gegensatz zu früheren Jahren ist die Qualität der Workcamps in den GUS-Ländern erstaunlich gestiegen. Wo es früher viele Beispiele für sinnlose Arbeit gegeben hat, gibt es sie kaum noch. Inzwischen haben alle unserer Partner den Sinn und Zweck von Freiwilligenarbeit voll verstanden. Sie versuchen – trotz manchmal schwieriger organisatorischen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen – gute Camps zu organisieren, und zwar auch mit einem ausgeprägten Studienteil.

Tatsache ist, dass es noch viel mehr Gründe gibt – ich spreche jedoch nur für mich alleine.

Ich würde mich freuen, wenn meine Argumente bei dem einen oder anderen zum Nachdenken angeregt haben – noch gibt es freie Plätze in diesem Sommer!


John Myers

Ost West Referent


Die Ost-West-Arbeitsgruppe des SCI-D

Die Ost-West-Arbeitsgruppe (OWAG) besteht zur Zeit mindestens aus Kathrin, drei Michaels, Sebastian, zwei Jennys, Torben, John, Lydia, u.v.a.m., die in ganz Deutschland verstreut wohnen. Normalerweise treffen wir uns dreimal im Jahr zu AG-Treffen und bei verschiedenen Aktionen. Dort planen wir unsere Projekte, werten die vergangenen aus oder haben einfach ‘ne Menge Spaß zusammen. Wenn Du auch Lust hast, an einem Projekt von uns teilzunehmen oder sogar mitzuorganisieren, freuen wir uns über eine Mail!

Unsere Schwerpunkte sind zur Zeit:

  • die Unterstützung des Projekts "Youth Transcending New Frontiers" (http://www.ytnf.org) mit Partnern aus Moldawien, Belarus, Rußland und der Ukraine
  • EurIDea, das internationale SCI-Freiwilligenfestival, das dieses Jahr in der Nähe von Berlin stattfinden wird.
  • die SCI-Sommerschule 2007 zum Thema Rechtsextremismus

Kontakt zu uns gibts über ostwest@sci-d.de

Und hier noch ein Foto:



Workcamps in Osteuropa 2007

Auch dieses Jahr finden in vielen Ländern Mittel- und Osteuropa Workcamps statt - zu ganz verschiedenen Themen...

Hier gehts zur Workcampdatenbank mit mehr als 1000 Camps in aller Welt: http://www.sci-d.de/cms/index.php?workcamps_suche